Beerdigungsgottesdienst und Bestattung

 
 

Alles hat seine Stunde, auch der Tod.

Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: Eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben.

 

Ja, alles hat seine Zeit. Auch das Sterben und der Tod.

Der Tod- und was nachher ist, ist ein faszinierendes Thema! Die Frage, die sich erfahrungsgemäss viele Menschen stellen heisst: Gibt es ein Leben nach dem Tod?

 

Auf diese Frage möchte Ihnen die Kirche eine Antwort geben. Jesus hat uns versprochen, dass wir als Christen auch in der Situation des Todes und des Abschieds nicht ohne Trost und Geborgenheit bleiben müssen.

 

In Grenzsituationen möchten wir Sie begleiten und Ihnen beim Abschied eines geliebten Menschen zur Seite stehen. In diesem Informationstext zeigen wir Ihnen auf, was Sie nach einem Todesfall tun müssen und auf welche Hilfe Sie von der Kirche erwarten können.

 

Kontakt mit dem Pfarramt

Nach dem Tod eines Angehörigen nehmen Sie möglichst rasch mit dem Pfarramt Kontakt auf. Es wird der Zeitpunkt für den Beerdigungsgottesdienst festgelegt. Zu Beginn eines  Gottesdienstes wird der Tod  eines/einer Pfarreiangehörigen "verkündet".

 

Im Trauergespräch mit dem Seelsorger wird die Gestaltung des Gottesdienstes besprochen. Für die musikalische Mitgestaltung bietet sich der Frauen-Chor an. Sie haben auch die Möglichkeit, die musikalische Gestaltung selber zu organisieren. Die Pfarrei stellt den Organisten unentgeltlich zur Verfügung.

 

Abschiedsfeiern werden am Dienstag – Samstag, in der Regel um 09.30 Uhr abgehalten. Die Beerdigung (Leichnam im Sarg) oder Urnenbeisetzung (Asche in Urne) findet im Anschluss an den Auferstehungsgottesdienst auf dem Friedhof statt. Das Friedhofswesen ist der Gemeinde unterstellt. Bei der Gemeindeverwaltung geben Sie an, ob Sie Erdbestattung oder Kremation wünschen. Sie haben die Wahl, sich für ein Reihengrab, ein Familiengrab oder das Gemeinschaftsgrab (nur Urnen) zu entscheiden.

 

Wenn jemand zuhause gestorben ist, muss ein Arzt gerufen werden, der den Totenschein ausstellt. Diesen bringen Sie dann zur Gemeindeverwaltung, wo Sie den Todesfall zu melden haben. Setzen Sie sich mit einem Bestattungsinstitut in Verbindung, das den Leichnam abholt und zur Aufbahrung in die Totenkapelle bringt.

 

Stirbt der Angehörige im Spital, dann erhalten Sie die nötigen Unterlagen von der Spitalverwaltung. Sie müssen im Spital zunächst die sogenannten Austrittsformalitäten erledigen. Dabei erhalten Sie den Totenschein.

Beim Tod durch Unfall oder Suizid muss die Polizei beigezogen werden.

Melden Sie sich bei der Gemeindeverwaltung

 

Dreissig Tage nach dem Beerdigungsgottesdienst wird in der Regel ein Dreissigster für die verstorbene Person abgehalten. Das Datum wird bei der Festsetzung des Beerdigungsgottesdienstes auf dem Pfarramt festgelegt. Der Gottesdienst zum Dreissigsten ist ein Pfarreigottesdienst zum entsprechenden Tag des Kirchenjahres, jedoch wird der Name der verstorbenen Person am Anfang erwähnt. Anschliessend besuchen die Angehörigen das Grab und treffen sich meist zu einem Imbiss. Der Dreissigste schliesst die erste Trauerphase ab, der Alltag kehrt wieder ein. Ein sinnvoller Zeitpunkt, um nochmals zusammenzukommen.

Ebenfalls ein sinnvoller Brauch ist es, jährlich an verstorbene Angehörige zu denken. Dazu dient das Jahresgedächtnis. Es kann an einem beliebigen Gottesdienst gehalten werden. Die Namen derer, für die das Jahresgedächtnis gehalten wird, werden im Pfarreiblatt veröffentlicht und zu Beginn des Gottesdienstes erwähnt. Sie haben zwei Möglichkeiten:

 

a) die Jahrzeitstiftung für 10, 15, 20 oder 25 Jahre: Sie bezahlen einen einmaligen Betrag und können das Gedächtnis auf einen bestimmten Tag für den entsprechenden Zeitraum festlegen.

 

b) Das Jahresgedächtnis: Sie melden sich jedes Jahr mindestens einen Monat im Voraus beim Pfarreisekretariat und legen das Jahresgedächtnis fest.